Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus liest Herbert Müller aus dem ersten Roman des Wiener Schriftstellers Joseph Roth (1894 – 1939), dessen zeitgeschichtliche Bedeutung gerade heute wieder gültig ist.


Im Mittelpunkt steht Leutnant Lohse, ein enttäuschter Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg. In Berlin gerät er in die Umtriebe rechtsradikaler Organisationen und Geheimbünde, in die politischen Kämpfe jener Jahre zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum und Proletariat. In verschiedenen Rollen arbeitet er für eine geheime Organisation, deren Zentrale in München ist und die Verbindungen unterhält zu Ludendorff und Hitler. Mit hellsichtigem Scharfblick erkennt Roth die faschistische Gefahr in der Gestalt eines Theodor Lohse, die exemplarisch ist für die enttäuschten, im Grunde lebensuntüchtigen und feigen Mitläufer seiner Generation.



JOSEPH ROTH: DAS SPINNENNETZ

Termin


Mo 27.1. um 19.00 Uhr


Preis D

SPIELZEIT 2019/2020