Eine bayerisch-deutsche Tragödie - szenische Lesung in sechzehn Bildern von Norbert Göttler unter Verwendung der "Moabiter Sonette" von Albrecht Haushofer



Termine


Do 27.1. um 20.00 Uhr


Preis C





Albrecht Haushofer, Sohn eines überzeugten Nationalisten und einer Halbjüdin, übernahm zunächst wichtige diplomatische Missionen in der Hoffnung, von hier aus mäßigenden Einfluss auf das nationalsozialistische System nehmen zu können. Von 1933 an begann er seine regimekritischen Gedanken in Dramen, Briefen und Gedichten niederzuschreiben. Von 1939 an nahm er Kontakt zum deutschen Widerstand auf, war in die Pläne zum 20. Juli eingeweiht, wurde nach dem gescheiterten Attentat verhaftet und in das Berliner Gefängnis an der Lehrter Straße gebracht. Hier verfasste er mit den "Moabiter Sonetten" bewegende Zeugnisse literarischen Widerstands. Im April 1945 wurde er ohne Prozess durch die SS erschossen.


Norbert Göttler, Bezirksheimatpfleger von Oberbayern und Gründungsmitglied von Amnesty International Dachau und der Jugendbegegnungsstätte Dachau, hat aus dem Stoff eine szenische Collage gemacht, die wir lesen.




Mitwirkende




Ulrike Beckers, Janet Bens, Herbert Müller, Ansgar Wilk, Jürgen Füser




Pressestimmen





„Hoffnung und Verzweiflung

... Das Ensemble des Hoftheaters mit Herbert Müller, Ansgar Wilk und Janet Bens sowie Ulrike Beckers und Jürgen Füser hat Norbert Göttlers Text, in den zahlreiche Strophen der Moabiter Sonette eingeflossen sind, auf beklemmende Weise lebendig werden lassen. Die innere Zerrissenheit Haushofers zwischen Hoffnung und Verzweiflung und sein Konflikt mit dem Vater, der seine persönliche Schuld bis zuletzt nicht einsehen wollte, schließlich aber mit ihr nicht mehr leben konnte, findet in den mit wechselnden Rollen gesprochenen Texten erschütternden Ausdruck...“ (Süddeutsche Zeitung)


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MOABITER SONETTE

SPIELZEIT 2021/2022