Von seinen 44 Komödien sind elf erhalten: der griechische Dichter Aristophanes ist der Begründer der europäischen Komödie, 445 v. Chr. auf der Insel Aigina vor Athen geboren; in seinen beim Publikum stets hochgeliebten Theaterstücken griff er nach den großen Themen seiner und unserer Zeit: Staatsphilosophie, politische Macht, Erziehung, Krieg und Frieden. Um genau das geht es auch in seinem Lustspiel „Die Vögel oder ein Wolkenkuckucksheim“.


In dieser Komödie verlassen zwei Männer, mit Namen Ratefreund und Hoffegut, ihre Heimatstadt Athen, um einen Ort zu suchen, in der Gerechtigkeit und Freiheit, vor allem aber Frieden herrscht. Die  Königin der Vögel, Madame Wiedehopf, lädt sie ein, in den Lüften zwischen Himmel und Erde, einen idealen Staat zu gründen. Wolkenkuckucksheim soll ein märchenhaftes Reich des Friedens werden. Doch Madame Wiedehopf hat ein geheimes Ziel bei dieser Sache: das Reich der Vögel soll die Welt beherrschen. In gutem Glauben, eine gute Welt zu erschaffen, bauen Ratefreund und Hoffegut Mauern über dem Vogelreich gegen die Götter und unter dem Vogelreich gegen die Menschen.



In der Urform der europäischen Komödie baut das Hoftheater-Ensemble eine Brücke zwischen dem antiken Griechenland und unserer Gegenwart.



Spieldauer ca. 1 Stunde und 45 Minuten incl. 1 Pause



Mitwirkende




Wiedehopf, die Vogelkönigin - Janet Bens

Ratefreund, ein Athener - Herbert Müller

Hoffegut, ein Athener - Ansgar Wilk

Papagei, Dienerin der Königin - Annalena Lipp

Die Chorvögel im Vogelreich: Mona Weiblen, Jessica Dauser




Inszenierung - Herbert Müller

Bühnenbild und Kostüme - Ulrike Beckers

Bühnenmusik - Max I. Milian

Technik - Gudrun Wilk



Pressestimmen




„Fast wie im wirklichen Leben

Großes Vergnügen und eine scharfsinnige politische Analyse: Mit dem turbulenten Stück „Wolkenkuckucksheim“ hat das Hoftheater Bergkirchen die erste Premiere der Saison 2017/18 gefeiert... Wie in der Komödie ,Die Vögel‘ des griechischen Bühnendichters Aristophanes (445-385 v. Chr.), die Herbert Müller bearbeitet und inszeniert hat, werden politische und soziale Missstände angeprangert und Zitate regierender Politiker unter die Lupe genommen... Auf die Suche nach dem gelobten Land machen sich die beiden Athener, Herbert Müller als Ratefreund und Ansgar Wilk in der Rolle des Hoffegut. Sie wollen einfach nur zufrieden und behaglich leben. Von ,Alternativlosigkeit‘ haben sie genug... Die Vision, glücklich und zufrieden zu sein, erfüllt sich in dieser brillant gespielten Komödie. Die Zuschauer haben sich vom ersten Moment an dank des Einfallsreichtums dieser witzigen Inszenierung köstlich amüsiert und waren beindruckt, wie es auf spielerische Weise gelingt, die aktuelle politische Lage mit in das Geschehen einzubinden...“ (Münchner Merkur)


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„Mauern einreißen

Seine [Aristophanes´] politische Komödie ,Die Vögel‘ ist eine noch heute gültige Parabel auf Machtmissbrauch und Unterwerfung. Und damit gewissermaßen eine Steilvorlage für Theatermacher in Zeiten von Populismus und Fremdenfeindlichkeit. Herbert Müller hat die Aristophanes-Komödie bearbeitet, aktualisiert und sie den Gegebenheiten des Hoftheaters Bergkirchen angepasst. Entstanden ist ,Wolkenkuckuckheim‘, ein Stück, in dem befreites Lachen und Beklemmung dicht beieinander liegen. Am Samstag war Premiere. Sie löste sowohl Begeisterung als auch Nachdenklichkeit im ausverkauften Hoftheater aus... Müller zerpflückt scharf und scharfzüngig die hohlen Parolen und (Wahl-)Versprechen der Politiker-Kaste, überzeichnet seine Charaktere ganz im Sinne der klassischen Definition einer Komödie und gibt sie so der Lächerlichkeit preis. Trotz etlicher zeitgenössischer Zitate... hält sich Müller eng an das Original... respektive die Bearbeitung durch Johann Wolfgang von Goethe. Diese kontrastreiche Mixtur aus klassische Versmaß und moderner Sprache trägt viel zum ungebrochenen Spannungsbogen dieses Theaterabends bei....


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Fotos

 

WOLKENKUCKUCKSHEIM

Termine


So 21.1. um 17.00 Uhr

Sa 27.1. um 20.00 Uhr


Preis B

Eine antike Komödie von Aristophanes,

neu bearbeitet von Herbert Müller

SPIELZEIT 2017/2018