22. Januar 2026

Neuigkeiten aus dem Hoftheater

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, 
liebe Freundinnen und Freunde, 

seit ihrer Hoftheaterpremiere wurde die Offenbach-Operette Orpheus in der Unterwelt in allen bisherigen Vorstellungen mit großer Begeisterung und Jubel des Publikums aufgenommen. Die Geschichte um Pluto, den Herrn der Unterwelt, der die schöne Eurydike von der Erde entführt und von Göttervater Zeus dafür zur Rechenschaft gezogen wird, gehört seit ihrer Uraufführung 1858 zu den Klassikern des Unterhaltungstheaters...

Orpheus in der Unterwelt

Im Hoftheater fasziniert Helena Huber als Eurydike mit spielerischem Charme und strahlendem Sopran; Tobias Zeitz spielt mit gewohntem Witz und wohlklingendem Tenor den göttlichen Schurken Pluto. Zeus, der Herr aller Olympier, wird mit einer gewaltigen Portion Humor von Ansgar Wilk, dem Charakterhelden des Theaters, dargestellt. Wenn er sich der auch vom Göttervater umschwärmten Eurydike als Fliege verkleidet nähert, mit ihr das weltberühmte Pssst-Duett spielt und singt, erlebt die Aufführung einen ihrer vielen Höhepunkte.

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Helena Huber und Ansgar Wilk im "Fliegenduett"

Jede Offenbach-Operette lebt vom Tanz. Die Sängerin und Tänzerin Jessica Dauser hat für die Galopps und Cancans eine mitreißende Choreografie entworfen, in der Rolle der Göttin Diana, die keine Ambrosia mehr zu sich nehmen will, bezaubert sie das Publikum ebenso wie die junge Schauspielerin Lucca Rabenstein als frecher olympischer Lausbub Cupido, die nebenbei auch noch als quirlige Tänzerin brilliert.

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Atemberaubende Tänze auf unserer Hoftheater-Bühne
mit Jessica Dauser, Helena Huber und Lucca Rabenstein

Sitte und Moral haben in der Operette einen schweren Stand, hier werden sie personifiziert durch die Öffentliche Meinung, die von Sarah Giebel mit großem komödiantischem Spaß gespielt wird. Doch sie steht auf verlorenem Posten, weil nicht einmal Gatte Orpheus die Ehe retten will. Noa Kaiser verweigert lustvoll die Rückholung der Eurydike aus der Unterwelt. Im Original spielt dieser Orpheus die Violine, das Hoftheater hat mit dem Instrumentenwechsel zur E-Gitarre einen Knalleffekt gemacht. Annette Thomas als gesanglich starke Minerva und Valentin Schinle als anrührend armseliger Styx komplettieren das Hoftheater-Ensemble.

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Die "Öffentlich Meinung" (Sarah Giebel) bemüht sich um Sitte und Moral

Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Petra Morper, die die anspruchsvolle Musik mit vielen hohen Tönen bestens einstudiert hat und schon in der Ouvertüre mit dem berühmten Cancan, der heute noch in jedem Fußballstadion gespielt wird, die Flügeltasten tanzen lässt. Das fetzige Tempo wird dabei und im ganzen Stück von Max Müller am Schlagzeug mitreißend untermalt. Für das Bühnenbild und die Kostüme hat sich Ulrike Beckers wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen: in Anlehnung an die Werke des schweizerischen Künstlers Jean Tinguely entsteht auf dem ‚Nudelbrett‘ des Hoftheaters eine eigene Weltphantasie, die Himmel, Erde und Hölle miteinander verbindet. Für die Bearbeitung des von Johann Nestroy 1860 geschriebenen Librettos und die Regie sorgte Herbert Müller.

Die nächsten Vorstellungstermine von ORPHEUS IN DER UNTERWELT:
Samstag, 14.02. - 20 Uhr 
Sonntag, 15.02. - 17 Uhr
Sonntag, 08.03. - 17 Uhr 
Samstag, 21.03. - 20 Uhr
 

Hier sind die lieben Briefe

Am Freitag, 30. Januar um 20 Uhr, liest Yvonne Brosch, die Münchner Schauspielerin und Leiterin der Weilheimer Festspiele, zusammen mit Herbert Müller und Sarah Giebel aus dem amüsanten Briefwechsel des englischen Dichters George Bernard Shaw und der von ihm verehrten Schauspielerin Stella Patrick Campbell. Das Amüsante an diesen Briefen – die Beiden haben sich Hunderte davon ein Leben lang geschrieben – ist das ewige Hin und Her zwischen Anhimmelei und Zurückweisung bis zu gegenseitiger Drangsalierung und immer wieder aufflammender Versöhnung. Als „Tagebuch“ gibt Sarah Giebel erklärende Hinweise zu den ausgefeilten Worttiraden der beiden Theaterlöwen. Stella Campbell war es auch, die 1913 in Shaws Komödie „Pygmalion“ als Erste die  Eliza spielte. Aus diesem Stück entstand das heute bekannte Musical „My fair Lady“.

 Die Lesung findet nur am 30.01.26 um 20 Uhr statt.

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Yvonne Brosch

Die Schauspielerin und Leiterin der Weilheimer Festspiele Yvonne Brosch zu Gast im Hoftheater

Auch das sollten Sie nicht verpassen:

Schon länger im Spielplan des Hoftheaters und beim Publikum stets mit viel Beifall beschenkt sind drei Komödien, die in den nächsten Wochen zum Besuch einladen: Das Herz eines Boxers ist eine moderne Komödie von Lutz Hübner um zwei gegensätzliche Charaktere, die trotz aller Alters- und Wesensunterschiede auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ansgar Wilk und Noa Kaiser spielen einen altgewordenen Boxer und einen flapsigen Jungen, die zuerst gar nichts voneinander halten und am Ende doch gemeinsame Sache machen. Ein spannendes und unterhaltendes Theaterstück über das immer mögliche Miteinander der Generationen.
Nächster Spieltermin: Samstag, 31.01. um 20 Uhr

In der Komödie des Schriftstellers Frank Geerk Das Huhn bringt ein eben solches nicht nur das Büro eines geplagten Fundamtsleiters in New York durcheinander, sondern sein ganzes Leben. Robert Gregor Kühn spielt den Geplagten, Ansgar Wilk als Polizist bringt ihm gefundene Sachen, unter anderem eben das besagte Huhn. Lassen Sie sich überraschen, wie artifiziell die Schauspielerin Lucca Rabenstein gackern kann! 
Nächster Spieltermin: Samstag. 07.02. um 20 Uhr
 

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Das Herz eines Boxers - Mit Noa Kaiser und Ansgar Wilk

Das Huhn - Mit Lucca Rabenstein, Robert Gregor Kühn und Ansgar Wilk

Das Ensemble des Hoftheater ist zur Zeit viel unterwegs...

Das Ensemble des Hoftheaters ist derzeit mit Kleists „Der zerbrochene Krug“, Lessings „Nathan der Weise“, Goethes „Faust“ und „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner zu vielen Vorstellungen in bayerischen Realschulen und Gymnasien unterwegs – zwischen Bayreuth im Norden und Schondorf im Süden. Das ist eine anstrengende Arbeit für das Ensemble unter der Leitung von Ansgar Wilk, aber auch eine wichtige kulturelle Aufgabe im Dienst des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Drei bis vier Schulvorstellungen pro Woche mit Fahrten, Übernachtungen, Auf- und Abbau. Und das Schönste dabei ist: die Vorstellungen werden stets von Schülern und Lehrern mit viel Zustimmung und Beifall aufgenommen.

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Übrigens...

Das nächste Jazzkonzert im Hoftheater findet am  Sonntag, 29.03.26 um 17 Uhr statt. Diesmal zu Gast: Das Stephan Holstein Quartett


Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Hoftheater Bergkirchen

 

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