Der Diener Rudolf hat es nicht leicht. Seit dreißig Jahren ist er drei Schwestern, die Brauereibesitzerinnen sind, zu Diensten. Charlotte, Cäcilie und Clementine verbringen die Sommer immer in ihrem Haus auf dem Lande. Rudolf muss nicht nur Koffer schleppen, die Möbel rücken, den Garten pflegen und nachts „zu Diensten“ sein – nein, ohne Rücksicht auf seinen angeschlagenen Gesundheitszustand soll er nun auch noch die Arbeit der abwesenden Köchin übernehmen.
Rudolf möchte in den Ruhestand, ersehnt einen einsamen Lebensabend. Geld, glaubt er, hat er genug, hat ihm doch jede der drei Schwestern im Liebesrausch ihr Erbteil versprochen. Nun fordert er von Charlotte, Cäcilie und Clementine die vorzeitige Auszahlung. Keine gute Idee, finden die Schwestern und bringen Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel … Doch auch Rudolf hat einen Plan, denn freitags gibt es immer Fisch …, eine schwarze Komödie voller Ironie und Spannung um Habgier und List und mit wenig echter Liebe.
Der Autor schrieb Filmgeschichte: Wolfgang Kohlhaase zählte zu den bedeutendsten Drehbuchautoren Deutschlands. Sein Leben spiegelt das 20. Jahrhundert: 1931 in Berlin geboren, geprägt von der Weimarer Republik, dann NS-Zeit, vier Jahrzehnte DDR und schließlich das vereinte Deutschland. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete Kohlhaase als einen "unvergleichlichen Autor", der wie kaum ein anderer einen genauen Blick auf das menschliche Leben gehabt habe. Auf der Berlinale 2010 wurde er mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 2011 bekam er von der Deutschen Filmakademie die „Lola“ für sein Lebenswerk und den Verdienstorden des Landes Brandenburg.
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